Service-Navigation

Suchfunktion

  • Araberstuten in Marbach, Foto: Archiv Boiselle

    Hauptgestüt Marbach

Kontakt

Haupt- und Landgestüt Marbach
Gestütshof 1
72532 Gomadingen-Marbach

+49 (07385)9695-0

+49 (07385)9695-10

poststelle@hul.bwl.de

Das Hauptgestüt

Eine Herde von rund 30 Warmblutstuten und 20 Vollblutaraberstuten mit ihrer Nachzucht sind das Ergebnis jahrzehntelanger intensiver züchterischer Arbeit im Hauptgestüt Marbach. Über die Hengste, die aus dieser konsolidierten Stammzucht stammen, wird die Landespferdezucht positiv beeinflußt und gefördert. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten, als es darum ging, aus einem robusten Arbeitspferd für die Landwirtschaft ein elegantes und leistungsfähiges Reitpferd für alle Ansprüche zu züchten, war die Stammstutenherde in Marbach Basis und Ausgangspunkt für die schnellen und durchschlagenden Erfolge. An dieser erfolgreichen Umzüchtung hatte das Trakehner Pferd einen maßgeblichen Anteil. Heute werden auch Hengste anderer Zuchtgebiete eingesetzt. Ebenfalls dient die Stammstutenherde dazu, Junghengste über ihren ersten Fohlenjahrgang zu prüfen.


Ende Februar, wenn oft noch Schnee auf der Alb liegt, kommen in Marbach die ersten Fohlen zur Welt. Bis Ende Mai haben dann alle Stuten abgefohlt. Sechs Monate lang tummeln die Fohlen sich mit ihren Müttern zusammen auf den Koppeln, wenn es die Witterung zuläßt. Nach dieser Zeit werden Stuten und Fohlen getrennt. Die Stutfohlen werden zum Vorwerk Fohlenhof bei St. Johann, die Hengstfohlen auf die Aufzuchtstation Hau bei Offenhausen gebracht. Zu ihnen stoßen im September und Oktober die im Lande zugekauften Hengstfohlen sowie Pensionfohlen, die Pferdezüchter nach Marbach zur Aufzucht geben.


Gut zwei Jahre verbringen die Fohlen unter fachkundiger Pflege und ständiger Aufsicht auf den Aufzuchtstationen. Mit zweieinhalb Jahren werden die Junghengste einer eingehenden Musterung unterzogen. Die Auslese ist streng. Nach der Grundausbildung unter dem Reiter werden die ausgewählten Junghengste einer über 70 Tage dauernden und mit einem Leistungstest abschließenden Prüfung unterworfen. Dabei wird die Veranlagung der Hengste für alle reiterlichen Disziplinen beurteilt. Diesen Test bestehen nur Hengste mit überdurchschnittlichen Reiteigenschaften. Die Hengste, die die gesetzlich vorgeschriebene Hengstleistungsprüfung mit gutem Ergebnis bestanden haben, werden den Zuchtverbandskommissionen zur Eintragung in die Hengstbücher vorgestellt, um für den Deckeinsatz im entsprechenden Verbandsgebiet zugelassen zu werden.


Auch die Jungstuten werden eingehend gemustert. Die Warmblutstuten werden dreijährig, die Vollblutaraberstuten vierjährig angeritten und zum ersten Mal gedeckt. Nach genügend langer Ausbildungszeit müssen auch die Stuten in einer Prüfung, der Stutenleistungsprüfung, ihre Reiteigenschaften unter Beweis stellen. Pferde, die nicht in der eigenen Stutenherde bzw. im Hengstbestand benötigt werden, kommen über die Gestütsauktion an Interessenten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland zum Verkauf. Aber auch außerhalb der Auktion - vor allem bei Vollblutaraberpferden - besteht die Möglichkeit im Haupt- und Landgestüt Marbach Pferde zu erwerben.

Fußleiste