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Das Turnier für die Gespannfahrer am vergangenen Sonntag im Marbacher Haupt- und Landgestüt hat gleich mit einem Paukenschlag begonnen. In der Dressur für Zweispänner gab es einen spannenden Zweikampf zwischen Fahrschulleiter Fred Probst und seiner Kollegin Catherine Acker. Der Landesmeister konnte ein Angaloppieren seiner fünf- und sechsjährigen Nachwuchspferde zum falschen Zeitpunkt nicht verhindern und musste mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Gerade mal 0,2 Wertungspunkte trennten die beiden Gestütsfahrer.
Gleich anschließend konnte Probst in der Halle der Landesreitschule im Hindernisfahren erfolgreich Revanche nehmen. Ohne Hindernisfehler mit nur einer kleinen Zeitüberschreitung war dem 46-jährigen der Sieg nicht zu nehmen. Nur einen halben Punkt dahinter wurde Christian Schrimpf aus Neuler Zweiter. Bei den 17 gestarteten Ponygespannen konnte sich in der Dressur ebenfalls eine Fahrerin durchsetzen. Monika Hallasch aus Markgröningen-Möglingen setzte sich ganz knapp gegen den jungen und schon erfolgreichen Joshua Pritzi aus Leutkirch durch. Für Landesmeister Sven Genkinger (Altensteig) reichte es an diesem Vormittag zunächst nur zu Platz drei.
Aus Fürstenfeldbruck kommt mit Petra Schwendinger die Siegerin im Hindernisfahren, die fehlerfrei in der schnellsten Zeit den Parcours mit ihren wieselflinken Ponys Cobo und Fips absolvierte. Platz zwei ging an den Günzburger Thomas Weimer. Die Einspänner waren mit 31 Teilnehmern die größte Gruppe und forderten von den beiden Juroren allergrößte Konzentration ab. Wiederum holte sich mit Christina Schmucker aus Markgröningen eine Fahrerin die goldene Siegerschleife ab und das mit der Tageshöchstnote von 7,60. In der zweiten Abteilung setzte sich Genkinger durch, der auch mit seinem Pony Sandro das Hindernisfahren souverän für sich entscheiden konnte und damit auch zum erfolgreichsten Fahrer wurde.
Wie sehr die Frauen mittlerweile bei den Gespannfahrern eingestiegen sind, zeigt auch das Ergebnis der zweiten Abteilung. Christine Schmucker vor Monika Hallasch (Markgröningen) lautete die nicht überraschende Rangierung. „Wir waren von der hohen Teilnehmerzahl total überrascht“, sagte Turnierleiter Fred Probst von der veranstaltenden Fahrsportgruppe Marbach, die mit Carolin Eiberger ebenfalls von einer Frau geführt wird und zum ersten Mal ein derartiges Turnier in ihr Programm aufgenommen hatte. Zumal noch am Samstag zusätzlich ein Übungsnachmittag eingeschoben wurde, bei dem der Altinternationale Horst Schepper (Römerstein) und Probst wertvolle Tipps geben konnten. Vor allem auch die Teilnehmer waren voll des Lobes: „Marbach ist ein Paradies für uns Fahrer und ein großes Dankeschön an alle Beteiligten“, war immer wieder zu hören, „wir waren hier willkommen“. In der Tat sind die Angebote in der Klasse A zu fahren äußerst selten geworden. Dann werden solche Gelegenheiten gerne angenommen, zumal die Dressurprüfungen in der Gestüts-Arena doch etwas ganz Besonderes waren. Vor allem schienen die Jüngsten (11 und 13 Jahre) sehr beeindruckt.

Text: Jörn Rebien

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