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  • PM Marbacher Vielseitigkeit 2016

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Auch wenn es noch gut zwei Wochen dauert, bis die Startglocke auf dem Gelände des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts zum ersten Mal läutet, einen ersten Erfolg können die Macher der Internationalen Marbacher Vielseitigkeit 2016 schon jetzt verbuchen: Besser könnte das Nennungsergebnis kaum sein, alle 230 Startplätze sind belegt, Reiter aus elf Nationen garantieren internationalen Sport auf Top-Niveau. Nicht mit von der Partie in diesem Jahr: Michael Jung. Doch auch wenn der Multi-Champ in Badminton sattelt – er tut dies „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie er erklärt.

Stelldichein der Olympia-Kandidaten

230 Startplätze konnten in den vier Prüfungen vergeben werden. Und die Listen füllten sich schnell. Sie lesen sich wie ein Who’s Who der Anwärter für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio im August. Der nur wenige Kilometer vom Austragungsort entfernt aufgewachsene Dirk Schrade, amtierender Mannschafts-Olympiasieger, -Welt- und -Europameister, geht ebenso in Marbach im CIC3* an den Start wie Peter Thomsen, der wie Schrade zum Gold-Team der Olympischen Spiele 2012 gehörte,

und die Brüder Felix und Ben Vogg. Die international für die Schweiz startenden Baden-Württemberger können sich gute Chancen ausrechnen, einen der drei Schweizer Startplätze für die Olympische Vielseitigkeit unterm Zuckerhut zu bekommen. Marbach soll sie diesem Ziel näher bringen.

Und auch im hohen Norden setzt man auf den Konditionsschub, den der Start zu Beginn der Saison im hügeligen Gelände der Schwäbischen Alb bringt und der bis Brasilien beflügeln soll: Die Schwedin Sara Algotsson-Ostholt, Vize-Olympiasiegerin von London und Frau des Mannschafts-Olympiasiegers von 2008, Frank Ostholt, hat ebenfalls in Marbach genannt. Vermutlich wird da manch olympische Anekdote ausgetauscht, denn Hinrich Romeike, der Doppel-Olympiasieger von Hongkong, coacht in Marbach seinen Sohn Claas, der ebenfalls in der Drei-Sterne-Vielseitigkeit am Start sein wird.

Michael Jung: „Gerd Haiber hat ein tolles Händchen“

Auch wenn Multi-Champion Michael 2016 beim zeitgleich stattfindenden britischen Vier-Sterne-Klassiker in Badminton reitet, ganz leicht ist ihm diese Entscheidung nicht gefallen, wie er erklärt: „Die Internationale Marbacher Vielseitigkeit ist aus Baden-Württemberg und Deutschland gar nicht mehr wegzudenken. Sie hat sich einen tollen Platz am Anfang des Jahrs erarbeitet. Ich bin jetzt schon so viele Jahre auf der Vielseitigkeit im Haupt- und Landgestüt und reite jedes Jahr wahnsinnig gerne dort. Dieses Jahr überchneidet sich die Internationale Marbacher Vielseitigkeit leider mit dem großen Vier-Sterne-Klassiker in England, an dem ich La Biostetiqe Sam FBW an den Start bringen werde. Ich gehe aber schwer davon aus, dass ich 2017 wieder in Marbach sein werde. Ich will natürlich jedes Jahr bei der schönsten und schwersten Vielseitigkeitsprüfung in Baden-Württemberg dabei sein. Sie ist ein toller Auftakt. Zum einen ist sie sehr förderlich für die Kondition durch die Topographie des Geländes, und dann hat Gerd Haiber ein tolles Händchen für das Entwickeln der Strecke. Die Pferde werden gefordert, aber nicht überfordert. Es versteht sich von selbst, dass man sehr gerne an der Deutschen Meisterschaft der Beufsreiter teilnimmt, die im Rahmen der Marbacher Vielseitigkeit ausgetragen wird. Aus Sicht des Deutschen Olympiade Komitees ist Marbach eine erste Standordbestimmung für die Bundestrainer, bei der sie sehen, wie die Pferde über den Winter gekommen sind. Und dank der Prüfungen auf unterschiedlichem Niveau kann der Bundestrainer in Marbach nicht nur potenzielle Olympia-Kandidaten, sondern außerdem auch Nachwuchspferde in Augenschein nehmen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wünsche ich dem Marbacher Tunrierteam alles Gute und eine tolle Veranstaltung.“

Aktuelle Infos immer unter: www.eventing-marbach.de


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