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  • Rückblick Marbacher Hengstparaden 2015

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Gutes Wetter, schöne Pferde und ein gut gelauntes Publikum

Drei gelungene Hengstparaden sind vorüber. 21.500 Besucher feierten in diesem Jahr das Fest der Pferde mit den Pferden aus Marbach und Gästen aus Schweden. Junge Fohlen, blitzschnelle und wendige Buschpferde, beeindruckende Fahrkunst, Marbacher Landbeschäler, ein Gruß von Pippi Langstrumpf und die Silberne Herde wurden dem Publikum präsentiert. Moderator Jan Tönjes entlockte mit dem Publikum Begeisterungsstürme und Laola-Wellen, tosenden Applaus und auch Gänsehaut-Feeling. „Wir sind bestrebt sowohl die fachlich und züchterisch interessierten Zuschauer als auch ein breites Publikum anzusprechen, also die Faszination Pferd auch für Laien darzustellen, um so viele Menschen wie möglich für das Pferd zu begeistern“, sagte Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck. „Für Züchter und Pferdesportler bieten wir neben den Hengstparaden fachspezifische Veranstaltungen, wie die Hengstvorstellung und die Gestütsauktion Anfang des Jahres an.“

Viele Ehrengäste zu Besuch in Marbach
Am 27. September besuchte Landwirtschaftsminister Alexander Bonde die Hengstparade, am Tag der Deutschen Einheit war Innenminister Reinhold Gall und zur Abschlussparade der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast in Marbach. Weitere Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und der Medienwelt kamen, um die Hengstparaden zu erleben.

Gäste aus Schweden
Die berittene Leibgarde „Beridna Högvakten“  überbrachte einen Gruß aus dem schwedischen Königshaus, der international erfolgreiche Fahrer Fredrik Persson aus dem schwedischen Nationalgestüt Flyinge zeigte sein Können an den Leinen. Seine Kollegen aus Nordschweden präsentierten das Nordschwedische Kaltblutpferd, das noch heute in den schwedischen Wäldern als Holzrückpferd zur Schonung des Waldes eingesetzt wird. Lars-Åke Johansson zeigte in verschiedenen Schaubildern die Einsatzfähigkeit und den Gehorsam dieser sympathischen Pferderasse. Das Gotlandpony („Russ“) wurde vor dem Traberwagen vorgestellt. Noch heute lebt eine Population von 80 Tieren frei auf der Insel Gotland. Sie sind besonders beliebt als Freizeit- und Fahrpferde. Sven-Olof Salomonsson berichtete, dass Trabrennen in Schweden sehr populär seiund jährlich viele Trabrennen für Gotlandruss für Kinder und Jugendliche von 13 bis 25 Jahren stattfinden. Oft seien die Gotlandponys der erste Kontakt zum Pferdesport.

Historische Schaubilder aus Krieg und Frieden
Beim Schaubild „Einzug der Schweden“ wurde mit Kanonen und Landknechtstrommeln an die verheerenden Folgen des 30-jährigen Krieges erinnert,  als die Soldaten des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf die Reichsstadt Biberach besetzten. Erst nach den erfolgreichen Verhandlungen zum „Westfälischen Frieden“ 1648 kehrte Ruhe und Sicherheit ein. Die „Friedensreiter“ verkündeten die frohe Botschaft in ganz Europa. Im Bild „Europäisches Friedenquartett“ wurden die Marbacher Landbeschäler SIR NYMPHENBURG, DEMETRIUS, HOCHFEIN und SIR SANDRO gezeigt.

Nachwuchshoffnungen aus Marbach
Erstmals seit vielen Jahren wurde wieder eine Gruppe junger Remonten, drei- und vierjähriger Pferde in der Grundausbildung vorgestellt. Aufgrund der Leistungsprüfungsrichtlinien war es in den vergangenen Jahren nicht möglich, dem Publikum den jungen Hengstbestand unter dem Sattel vorzustellen. Zukunftsvolle Junghengste wie der Prämienhengst ROCK MY SOUL v. Rock Forever, FÜRST HIGHNESS v. Fürst Nymphenbur sowie die Köranwärter Churchill v. CASSITO und Fire and Ice v. Fidertanz zeigten ihr Talent unter dem Sattel. Die vertrauensvolle Ausbildung des Pferdes demonstrierte HSM Wolfgang Weber mit seinem selbstgezogenen Hengst Luan v. LAVALETTO. Der 62-jährige Hauptsattelmeister belegte vor den Augen von tausenden von Besuchern mit einem Schulterstand eindrucksvoll das Vertrauen zwischen ihm und seinem Pferd. Welche Leistung ein Pferd nach einer soliden Ausbildung erbringen kann, zeigte der Gerrit Nieberg, der mit dem Marbacher Landbeschäler CHRISTDORN v. Contendro I auf internationalen Parkett unterwegs ist, in eindrucksvoller Weise über dem Sprung. 

Quer durch den Garten – ein Blumengruß von der Insel Mainau
„Heiß her“ ging es bei den baden-württembergischen Buschreitern. Unter der Leitung des international renommierten Parcoursbauers Gerd Haiber entstand in Minutenschnelle ein sportlich anspruchsvoller Vielseitigkeitsparcours inmitten der Hengstparadearena. Dabei unterstützte die Insel Mainau die florale Ausschmückung der Hindernisse. Dabei kamen die besten Vielseitigkeitsponys und Pferde mit ihren jungen, erfolgreichen Reitern aus dem Ländle zum Einsatz  - erfolgreich bis hin zum Europachampion. Natürlich auch mit blutgeprägten Pferden aus baden-württembergischer Zucht.

Ein Klassiker der Ausbildung
Die Fahrschule vom Sattel dient in der Ausbildung des Pferdes als gute Vorübung für das spätere Anspannen vor dem Wagen oder dem Schlitten. Außerordentliches Geschick zeigten acht Reiter-Pferd-Paare bei der ausgezeichneten Quadrille.

Packender Fahrsport
Gleich zwei Fahrnummern hatten es besonders in sich: Acht Fahrerteams lieferten sich packende Duelle in einem anspruchsvollen Parallelparcours. Das Publikum tobte, aber was danach kam, übertraf alle Erwartungen: Eine einmalige Darbietung von 20 Gespannen, 40 Menschen, 80 Wagenrädern und 160 Pferdebeinen mit einer ausgefeilten Choreografie, die keinen Besucher mehr auf den Sitzen hielt.

Schwedische Berühmtheit
Das „stärkste Mädchen“ der Welt durfte beim Gastland Schweden nicht fehlen. Liebevoll inszeniert wurden die Abenteuer von Pippi Langstrumpf von der Voltigiergruppe Marbach unter der Leitung von Christiane Niethammer. Unter dem Motto „Kinder ans Pferd“ demonstrierten Voltigierschülerinnen aus der Region akrobatische Leistungen auf dem Pferdrücken.

Faszination Pferd
Die Vielfalt der Pferderassen stellte Hauptsattelmeister Michael Maier in seinem Schaubild eindrücklich dar. Zum 40-jährigen Jubiläum des Berufs Pferdwirt zeigten die Auszubildenden die Faszination des Pferdesports. Als größter Ausbildungsbetrieb Deutschlands bietet das Gestüts jedes Jahr vielen jungen Menschen die Möglichkeit diesen Beruf zu erlernen.

Königliches Erbe
Die Silberne Herde Marbachs rührte auch in diesem Jahr wieder tausende von Besuchern zu Tränen. Unter der Obhut von Stutenmeister Klaus Niethammer zogen die edlen Wüstentiere ihre Bahnen. Die Bedeutung und die enge Verbindung zum königlichen Hause Württemberg wurden durch den Besuch SKH Herzog Friedrich von Württemberg besonders deutlich.

Partner, die auch Freunde sind
In diesem Jahr gab es wieder eine Fülle positiver Rückmeldungen der Besucher. Alle Gäste der Hengstparaden und des Gestüts tragen mit ihrem Besuch zum Erhalt des ältesten staatlichen Gestüts Deutschlands, das Ministerpräsident Winfried Kretschmann als „Perle der Alb“,  bezeichnete bei. Ein großer Dank gilt den Partnern des Gestüts für ihre Unterstützung. Dazu gehören in diesem Jahr die Korn Recycling GmbH, die Berg Brauerei, die Stuttgart German Masters, die Outlet City Metzingen und die Biosphären-Gastgeber.

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