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  • Landesschau Mobil - St. Johann 2015

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Knitze Kerle, Klamotten und Kindertheater

Reporterin Sonja Faber-Schrecklein war diese Woche für die SWR-Reihe "Landesschau Mobil" unterwegs in St. Johann. Anfang September werden die Episoden von der Uracher Alb ausgestrahlt.

Mittwochvormittag zwischen Würtingen und Ohnastetten: Der Alb-Wind bläst frisch, nur mit Mühe können die tiefhängenden Wolken den Regen bei sich behalten. Eigentlich, so sah es zumindest der Drehplan des SWR-Teams mit Sonja Faber-Schrecklein, Kamerafrau Yvonne Idler und Michael Hofer an den Tonreglern vor, sollten jetzt ein paar Landschaftsaufnahmen geschossen werden. Doch die Witterung macht dem Ansinnen zunächst einen Strich durch die Rechnung.

Improvisation ist gefragt. Nachdem unter der alten Linde sicherheitshalber doch noch eine 40-sekündige Anmoderation in die Kamera gesprochen ist, geht es in die verschiedenen Ortsteile St. Johanns. Ortsansichten gehen auch bei eher ungastlichem Wetter. Sie sollen dazu beitragen, St. Johann ins rechte Licht zu rücken und aus dem Ortsporträt für das SWR Landesschau Mobil eine runde Sache zu machen.

Das dreiköpfige Fernsehteam war dafür die gesamte Woche in St. Johann unterwegs. Es interessierte sich fürs Land, vor allem aber für die Leute, die der Gemeinde ihren Stempel aufdrücken. Station machten sie so beim Gestütshof und bei dessen Leiter Rainer Strobel. Von Alb-Guide Gerhard Haag ließen sie sich durch die Alblandschaft bis hin zu den Rutschenfelsen führen. Vom Gächinger Metzger Ludwig Failenschmid lernte Sonja Faber-Schrecklein wie man Albbüffel-Maultaschen rollt. Platz nahm sie hinter Veronika Kraisers Nähmaschinen, mit denen Kraiser in Gächingen die Kollektion ihres gefragten Naturmodelabels "Flomax" schneidert. Den Streifzug komplettiert schließlich ein Besuch bei Wolfgang Kauter und seinem Würtinger Figurentheater "Kauter und Sauter".

Den Drehtagen vorausgegangen waren intensive Terminplanungen und Vorab-Recherchen. Dabei betrat Sonja Faber-Schrecklein in St. Johann keineswegs Neuland. Berufsbedingt ist sie öfter am Gestütshof. Mit St. Johann verbindet sie aber auch Kindheitserinnerungen. In Esslingen aufgewachsen, wanderte sie damals mit ihrer Familie immer wieder in und um St. Johann. Sie schätzt die Alb-Kulisse, aber auch die Menschen. Sehr herzlich und freundlich sei sie mit ihrem Team überall empfangen worden: "Es wurde immer versucht, alles möglich zu machen", bekräftigt sie. Neben einer offenen Art bescheinigt sie den St. Johannern schmunzelnd aber durchaus auch einen gewissen Alb-Knitz.

Knitz, Klamotten, Kindertheater: Die Impressionen aus St. Johann sind nun größtenteils im Kasten. Nun geht es im Stuttgarter Schnitt-raum ans Eingemachte. Aus den Sequenzen werden fünf einzelne Episoden entstehen und zusätzlich eine halbstündige Reportage über das Leben in der Alb-Gemeinde. Seit 2006 hat sich das aktuelle Konzept des Landesschau Mobils bewährt. Jährlich werden auf diese Weise rund 50 Orte und Gemeinden im ganzen Land vorgestellt. Seit nunmehr 25 Jahren ist Sonja Faber-Schrecklein eines der prägendsten Gesichter der Reihe. Das bringt ihr ab und an den naserümpfenden Vorwurf ein, zu volkstümlich unterwegs zu sein. Die 49-Jährige kümmert's kaum, weiß sie doch: "Land und Leute, das ist das Leben."

Einige Facetten des St. Johanner Lebens werden also Anfang September zumindest landesweit über die Bildschirme flimmern. Und vielleicht geht es dem einen oder anderen Zuschauer dann so wie der SWR-Reporterin Sonja Faber-Schrecklein. Sie jedenfalls hat sich fest vorgenommen, mit ihrem Mann nach St. Johann zurückzukehren. Ohne Kamera und ohne Ton, dafür aber bei besserem Wetter und mit Wanderschuhen. Wo es in St. Johann am schönsten ist, weiß sie jetzt ja, wie bald auch alle SWR-Zuschauer.

Info Gesendet wird die Reportage zunächst in einzelnen Episoden täglich vom 7. bis 11. September in der Landesschau. Am Samstag, 12. September, zeigt der SWR außerdem die halbstündige Reportage "Landesschau Mobil St. Johann". Sendetermin ist von 18.45 bis 19.15 Uhr.

SIMON WAGNER | 21.08.2015

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