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19.10.2016

Pferdefütterung

Herbstlaub auf der Pferdeweide – die Dosis macht das Gift


aid - Im Herbst verlieren Bäume ihre Blätter. Das abgeworfene Laub sammelt sich dann in mehr oder minder großen Mengen auf dem Boden – auch auf Pferdeweiden und in Paddocks.

Reiter und Tierbesitzer diskutieren immer wieder, ob Laub als Futtermittel für ihre Vierbeiner geeignet ist.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Laub bei gesunden Tieren unbedenklich, ausgenommen natürlich Laub von toxischen Pflanzen. Allerdings gilt die Regel: „Die Dosis macht das Gift!“ Bekommen Hauspferde nicht genügend Heu und sind hungrig, fressen sie unter Umständen zu viel Laub. Auch die Haltung ist ein wichtiger Faktor. Langeweile begünstigt die Neugier vor allem bei jungen Pferden und verringert ihre natürliche Scheu vor einer unbekannten Pflanze oder vor ungenießbaren Früchten. Während bei vitalen , mit ausreichend Mineralstoffen versorgten Pferden geringe Mengen an Laub als unbedenklich gelten, sollten stoffwechselkranke oder kolikanfällige Pferde nur begrenzt Laub fressen.

Bei Früchten ist es kritischer: Schon kleine Mengen vergorenes Fallobst auf einer Streuobstwiese können Auslöser von Verdauungsproblemen sein. Während die Haselnuss meist aufgrund ihrer harten Schale von den Pferden gemieden wird, gilt dies für Walnüsse seltener. Die Fruchtschalen noch grüner Walnüsse enthalten Gerbsäure, die Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall verursachen können. Ist die Fruchtschale zudem von Pilzen befallen, können deren Giftstoffe zu Nervenkrämpfen führen. Auch auf Bucheckern reagieren Pferde ausgesprochen sensibel, bereits geringe Mengen wirken letal. Eicheln gelten dagegen in kleinen Mengen als heilsam und sind inzwischen oft Bestandteil industriell gefertigter Futtermischungen.

Quelle: Anke Klabunde, www.aid.de

 

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